Psychotoxikologie

Daenerys Stormborn
Alle echten Ideale haben eines gemeinsam: Es kommt in ihnen das Streben nach etwas zum Ausdruck, das noch nicht erreicht ist, das aber zum Wachstum und Glück des einzelnen Menschen wünschenswert wäre.
Vielleicht wissen wir nicht immer, womit dieses Ziel zu erreichen ist, und vielleicht gehen auch die Meinungen darüber auseinander, ob dieses oder jenes Ideal wirklich der menschlichen Entwicklung dient, aber das ist noch kein Grund zu einem Relativismus, der behauptet, wir könnten nicht wissen, was dem Leben förderlich oder hinderlich sei. Wir sind uns auch nicht immer sicher, welche Nahrungsmittel gesund sind und welche nicht, und trotzdem schließen wir daraus nicht, dass wir keine Möglichkeit besitzen, Gift zu erkennen. Ebenso können wir auch - wenn wir nur wollen - erkennen, was für unser seelisches Leben Gift ist.
Wir wissen, dass Armut, Einschüchterung und Isolierung lebensfeindlich sind und dass alles, was der Freiheit dient und was den Mut und die Kraft fördert, WIR SELBST ZU SEIN, lebensfördernd ist. Was gut oder schlecht für den Menschen ist, ist keine metaphysische Frage, sondern ein empirisches Problem, das mit Hilfe einer Analyse der menschlichen Natur und der Wirkung, die gewisse Bedingungen auf den Menschen haben, zu lösen ist.


- aus Erich Fromms Die Furcht vor der Freiheit -
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Tag der Arbeit - Lob der Arbeit?

Literaturzirkel Bruchtal: Arwen liest
Die Lobredner der Arbeit — Bei der Verherrlichung der "Arbeit", bei dem unermüdlichen Reden vom "Segen der Arbeit", sehe ich den selben Hintergedanken wie bei dem Lobe der gemeinnützigen unpersönlichen Handlungen: den der Furcht vor allem Individuellen. Im Grunde fühlt man jetzt, beim Anblick der Arbeit — man meint dabei immer jene harte Arbeitsamkeit von früh bis spät, - dass eine solche Arbeit die beste Polizei ist, dass sie jeden im Zaume hält und die Entwickelung der Vernunft, der Begehrlichkeit, des Unabhängigkeitsgelüstes kräftig zu hindern versteht. Denn sie verbraucht außerordentlich viel Nervenkraft und entzieht dieselbe dem Nachdenken, Grübeln, Träumen, Sorgen, Lieben, Hassen, sie stellt ein kleines Ziel immer in's Auge und gewährt leichte und regelmäßige Befriedigungen. So wird eine Gesellschaft, in welcher fortwährend hart gearbeitet wird, mehr Sicherheit haben: und die Sicherheit betet man jetzt als die oberste Gottheit an.

- Auszug aus dem 173. Aphorismus von Friedrich Nietzsches Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile -
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Neue Buchvorstellung

Kissing secretly by Magritte
Mein literaturbegeistertes Online-Alter Ego [info]dornreschen wollte auch mal wieder was zu sagen haben.
Zur neuen Rezension

Green New Deal?

Mary thoughtful
Die Wirtschaftswissenschaftlerin Adelheid Biesecker zur Frage: "Lässt sich der Kapitalismus ökologisieren?"



Das Video ist Teil der Videodokumentation der Summer Factory 2011 des Instituts Solidarische Moderne (ISM) zum Thema „Der energet(h)ische Imperativ - Eine soziale Frage!"

Verführung

Rebirth

Wer sich selber hasst, den haben wir zu fürchten, denn wir werden die Opfer seines Grolls und seiner Rache sein. Sehen wir also zu, wie wir ihn zur Liebe zu sich selbst verführen!

- Aphorismus Nr. 517 aus Friedrich Nietzsches Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile -
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